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Zuschlag für die Entwicklung der Bundesrats-App erteilt

Die Bundeskanzlei hat der Firma Apps with love AG den Zuschlag für die Entwicklung der Bundesrats-App erteilt. Die App soll bis Mitte 2027 für Nutzer zur Verfügung stehen.
© Apps with Love

Sie wird es erlauben, die Informationen von Bundesrat und Bundesverwaltung zuverlässig und unabhängig von kommerziellen Plattformen anzubieten und die Bevölkerung auch im Krisenfall zu erreichen.

Am 5. November 2025 hat die Bundeskanzlei die Entwicklung, Weiterentwicklung und den Betrieb für die Bundesrats-App öffentlich ausgeschrieben. Der Zuschlag erfolgte am 23. Juni 2026 an die Firma Apps with love AG. Da die 20-tägige Rekursfrist ungenutzt verstrichen ist, ist der Zuschlag nun rechtskräftig.

Der Auftrag besteht darin, die App nach den Vorgaben eines Prototyps zu realisieren und während 10 Jahren zu betreiben und weiterzuentwickeln. Für die Konzeption und die Realisierung der App stehen maximal 325'000 Franken (exkl. MwST) zur Verfügung. 3.2 Mio. Franken stehen weiter über die Laufzeit von 10 Jahren bis 2037 für Optionen zur Verfügung. Diese umfassen den Betrieb, die Wartung, den Support und die Weiterentwicklung der App über die gesamte Laufzeit. Der Auftragswert von 3,4 Millionen Franken entspricht somit dem maximal möglichen Volumen, nicht den tatsächlich vorgesehenen Ausgaben.

Wie stark die Optionen genutzt werden, hängt von der Weiterentwicklung der App ab, die mit Rücksicht auf die Usererfahrungen und die Zielerreichung erfolgen wird. Schon der Prototyp war unter Einbezug von Nutzerfeedbacks aus der Bevölkerung entwickelt worden. Er berücksichtigte die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung, die zeigte, dass über zwei Drittel der Befragten eine App des Bundesrates für sinnvoll halten und persönlich daran interessiert sind.

Die Bundesrats-App bringt Geschäfte, Tätigkeiten und Entscheide des Bundesrates – von Medienmitteilungen über Beschlüsse bis zu Reden – einfach, personalisiert und gebündelt auf Smartphones. Sie nutzt dafür das bestehende Redaktionssystem des Bundes, das eine mehrfache Verwendung der Informationen auf verschiedenen Kanälen erlaubt. Für die App werden keine neuen Inhalte geschaffen. Das Informationsangebot wird mit den bestehenden personellen Ressourcen umgesetzt.

Vor dem Hintergrund der Möglichkeiten von KI generierten Fakes und Deepfakes ist es noch wichtiger geworden, dass die Landesregierung zur Information der Bevölkerung über einen vertrauenswürdigen, von kommerziellen Plattformen unabhängigen Kanal verfügt, der auch vor Beeinflussungs- und Desinformationskampagnen geschützt ist. Die App soll auch in Krisen eine zuverlässige Information der Bevölkerung garantieren.

Das gewählte Angebot hat insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht überzeugt, indem es sowohl den am tiefsten bewerteten Preis wie auch das grösste Weiterentwicklungspotenzial ausweist. Darüber hinaus überzeugt die Zuschlagsempfängerin mit einer hohen Motivation sowie einer durchgehend guten Erfüllung der übrigen Qualitätskriterien. Die Entwicklung der App beginnt in der zweiten Jahreshälfte 2026 und dauert voraussichtlich 10 Monate. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme sind für Mitte 2027 geplant.

Link zur Ausschreibung auf simap.ch

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