Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Zoom öffnet KI-Empfangsassistenten für fremde Telefonsysteme

Der KI-gestützte Empfangsassistent von Zoom lässt sich künftig auch unabhängig von Zoom Phone einsetzen. Unternehmen können den Virtual Agent Receptionist damit in bestehende Telefonieumgebungen integrieren, ohne ihr bisheriges System ersetzen zu müssen.
Zoom Virtual Agent Receptionist

Der KI-Empfangsassistent von Zoom lässt sich künftig auch mit Telefonsystemen anderer Anbieter nutzen

© ChatGPT

Mit einer eigenständigen Version des Virtual Agent Receptionist weitet Zoom den Einsatz seiner KI-Lösung auf die Telefonsysteme anderer Anbieter aus. Die Standalone-Variante ist ab sofort erhältlich und setzt keine Nutzung von Zoom Phone mehr voraus. Bislang war die Funktion Teil der Telefonielösung des US-Anbieters.

Mit dem Schritt zielt Zoom auf Unternehmen, die KI-Funktionen für die Bearbeitung eingehender Anrufe nutzen, ihre bestehende Telefonanlage aber nicht ablösen wollen. Der virtuelle Empfang nimmt Anrufe entgegen, beantwortet Fragen und kann Termine vereinbaren. Anfragen, die einen Mitarbeiter erfordern, werden an die zuständige Person oder Abteilung weitergeleitet. Dabei soll der Assistent den Kontext des bisherigen Gesprächs übergeben.

Mehr als zehn Sprachen

Nach Angaben von Zoom unterstützt die Lösung mehr als zehn Sprachen und bietet eine Live-Transkription. Der Virtual Agent lässt sich zudem mit Wissensquellen wie Webseiten, FAQ-Seiten oder Support-Dokumenten verbinden, auf deren Grundlage er Fragen von Anrufern beantworten kann. Für die Terminvereinbarung unterstützt Zoom unter anderem eigene Dienste sowie Kalenderlösungen von Google, Microsoft und Calendly.

«Unternehmen sollten ihr Telefonsystem nicht ersetzen müssen, um von KI zu profitieren», sagt Chris Moss, General Manager von Zoom Phone. Mit dem eigenständigen Angebot könnten Unternehmen einen KI-gestützten Empfang in ihre bestehenden Systeme integrieren und mehr Anrufe bearbeiten.

Die Öffnung für fremde Telefonieumgebungen senkt für Zoom zugleich die Hürde, seine KI-Funktionen bei Unternehmen zu platzieren, die bislang andere Telefoniesysteme einsetzen. Statt eine vollständige Migration auf Zoom Phone vorauszusetzen, kann der Anbieter mit dem Virtual Agent nun eine einzelne KI-Anwendung in bestehende Infrastrukturen bringen.

Standalone-Version ab sofort verfügbar

Die eigenständige Version des Virtual Agent Receptionist ist laut Zoom ab sofort online erhältlich. Die Preise beginnen bei 29,99 US-Dollar im Monat für 100 Gesprächsminuten. Bei jährlicher Abrechnung nennt das Unternehmen einen Preis von 24,99 US-Dollar pro Monat. Für neue und bestehende Kunden wird zudem eine kostenlose Testversion angeboten. Angaben zu Preisen und Verfügbarkeit speziell für den deutschen Markt machte Zoom in der Ankündigung nicht.

Der Virtual Agent Receptionist ist Teil des wachsenden KI-Angebots von Zoom. Der Anbieter hatte den virtuellen Empfang im vergangenen Jahr zunächst als Funktion von Zoom Phone eingeführt. Mit der nun vorgestellten Standalone-Version versucht Zoom, die Reichweite seiner KI-Dienste über die eigene Kommunikationsplattform hinaus auszubauen.

Software & Development
Anzeige

Neueste Beiträge

Patric J.M. Versteeg wird Field Chief Technology Officer Proofpoint DACH
Proofpoint hat Patric J.M. Versteeg zum Field Chief Technology Officer (CTO) für die DACH-Region ernannt. In dieser Funktion wird Versteeg eng mit Kunden und Partnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammenarbeiten.
3 Minuten
12. Okt 2026
Sicherheitslücke mit Nutzerdaten bei Ricardo
Wie die SMG Swiss Marketplace Group auf Englisch informiert, gab es bei Ricardo eine Sicherheitslücke, die rasch geschlossen werden konnte.
2 Minuten
12. Okt 2026
Brack Business kooperiert mit SPS für Kanban-Dienstleistungen
Seit 1. März 2026 arbeitet Brack Business für die Bewirtschaftung der Kanban-Stationen seiner Kunden mit der SPS Switzerland AG zusammen. Dadurch kann der B2B-Onlinehändler aus Mägenwil die Dienstleistungen neu schweizweit und nicht mehr nur regional anbieten.
2 Minuten
12. Okt 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Wie Firmen zur KI-Organisation werden - KI-native Organisation
In einer Welt, in der Coding immer einfacher und Go-to-Market immer scheller wird, gewinnt Vertrauen eine zentrale Rolle. Unternehmen müssen sich damit befassen, was ihre Kernkompetenz ist und wie sie KI-nativ arbeiten können.
8 Minuten
21. Sep 2026
Fachkräftemangel wird zum Risiko für die IT-Sicherheit
Die neue Studie «Cybersicherheit in Zahlen» von G DATA CyberDefense zeigt, dass KI die Bedrohungslage verschärft, aber zugleich bei der Abwehr unterstützen kann. Ein grosses Problem sind fehlende Sicherheitsexperten.
3 Minuten
21. Sep 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige