Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Streik abgewendet: Deutsche Telekom einigt sich mit Ver.di

Die Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Für die rund 60'000 Tarifbeschäftigten des Netzbetreibers gilt unter anderem bis Ende 2028 ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.
Telekom-Zentrale mit Logo
© Deutsche Telekom

Nach einem mehr als 36-stündigen Verhandlungsmarathon konnte in der vierten Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Telekom und der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di eine Einigung erzielt werden. Ein Kernelement ist die Verlängerung des Schutzes vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen bis zum 31. Dezember 2028.

Gleichzeitig steigen die Gehälter in diesem Zeitraum für Tarifbeschäftigte, deren Entgelttarifverträge zum 31. März 2026 ausgelaufen sind, in drei Schritten:

Das sogenannte «Zusätzliche Monatsentgelt» erhöht sich für Vollzeitbeschäftigte von aktuell 190 Euro im August 2026 dauerhaft um 150 Euro auf 340 Euro und in einem zweiten Schritt im Juli 2027 um weitere 140 Euro auf insgesamt 480 Euro pro Monat. Zusätzlich erhöhen sich im Juni 2028 die Entgelttabellen um weitere 2,4 Prozent. Von der zweifachen Anhebung des Zusätzlichen Monatsentgelts profitieren Mitarbeiter in unteren und mittleren Einkommensgruppen überdurchschnittlich. Dies trägt auch den aussergewöhnlichen aktuellen Belastungen Rechnung, die in diesen Gruppen besonders spürbar werden.

Für Auszubildende und Dual-Studierende ist zu den gleichen Zeitpunkten eine monatliche Vergütungserhöhung um 4,1 Prozent im ersten Schritt, weitere 3,3 Prozent im zweiten Schritt sowie eine weitere Steigerung von 2,4 Prozent im dritten Schritt vorgesehen.  

Birgit Bohle, Vorständin Personal und Recht bei der Deutschen Telekom, zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden: «Nach intensiven Verhandlungen haben wir einen ausgewogenen Abschluss erreicht.  Das Gesamtpaket setzt in einer Phase tiefgreifender Transformation ein klares Zeichen für Stabilität und Verlässlichkeit und sichert unseren Beschäftigten ein deutliches Gehaltsplus. Gleichzeitig halten wir die notwendige Balance, um weiter konsequent in unsere Netze und damit in die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens zu investieren.»

Ver.di hatte unter anderem eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten sowie einen Ver.di-Mitgliederbonus von 660 Euro im Jahr verlangt.

Telekommunikation
Anzeige

Neueste Beiträge

Kaufkraft im Einzelhandel: Deutschland in Europa unter dem Durchschnitt
Auch wenn Deutschland der grösste Markt in Europa ist, liegt die durchschnittliche Kaufkraft im Einzelhandel unter dem europäischen Durchschnitt. Das zeigt eine neue Studie von NIQ in 25 Ländern. Die Schweiz dagegen liegt auf Rang 2.
3 Minuten
23. Jun 2026
Besserer Zugang zu Ladeinfrastruktur zu Hause - Bundesrat
Das Laden von Elektrofahrzeugen zu Hause soll erleichtert werden. Grundeigentümer von Wohnliegenschaften sollen künftig dazu verpflichtet werden können, die Grundinstallation zum Laden elektrischer Fahrzeuge zu erstellen, sofern dies Mietende und Personen mit Stockwerkeigentum verlangen.
2 Minuten
23. Jun 2026
Neue Flaggschiff-Serie von Snom startet
Snom erweitert sein Portfolio für professionelle IP-Kommunikation um das D895M. Das neue Spitzenmodell der D8xx-Serie kombiniert ein grosses Touchdisplay, einen integrierten DECT-Hörer und verschiedene Erweiterungsoptionen für den Einsatz in Unternehmen.
3 Minuten
23. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Mehr Daten, weniger Telefonie: Bundesnetzagentur legt ihren Jahresbericht vor
Die Fest- und Mobilfunknetze wurden 2025 weiter ausgebaut, der Datenverkehr wuchs stark : Insgesamt zeichnet der Jahresbericht der Bundesnetzagentur ein positives Bild der Entwickungen am Markt. Doch gegen diese Sichtweise regt sich auch Kritik.
4 Minuten
8. Jun 2026
«Echtzeit wird zum entscheidenden Faktor» - Digital Insights
Im Gespräch mit Computerworld erläutert Alexander Finger, weshalb moderne Datenarchitekturen heute stärker auf Echtzeitfähigkeit, Datenverantwortung und Transparenz ausgerichtet sein müssen, damit KI im Unternehmen tatsächlich produktiv eingesetzt werden kann.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige